Rezension: New York zu verschenken

Violetta Leiker | Donnerstag, 11. Oktober 2018 |

Buchtitel: New York zu verschenken
Autor: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Seiten: 336
Format: Softcover
Preis: 14,99 €




Klappentext
Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …

(Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung
Olivia macht mit Anton Schluss, kurz nachdem er sie mit Flugtickets nach New York überrascht hat. Kurzerhand beschließt er, das auf ihren Namen gebuchte Ticket zu verschenken und begibt sich auf die Suche nach einer anderen Olivia Lindmann. Und er wird fündig. Schnell entwickelt sich eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen Liv und Anton, die fast täglich miteinander chatten, sich jedoch noch nie gesehen haben. Anton merkt, dass Liv ganz anders ist als seine Ex und schon bald betrachten sie einander als Tagebuch und vertrauen einander ihre Gefühle an. Doch warum will Liv sich nicht vor der Reise nach New York mit Anton treffen? 

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Chat-Roman. Die gesamte Geschichte besteht aus den Chatverläufen zwischen Anton und Liv und aus Zeitangaben. Trotzdem konnte ich mir beide Figuren gut vorstellen und hatte großen Spaß daran, ihren "Gesprächen" zu folgen. 

Anton ist ein wahrer Sonnyboy. Er wirkt von Anfang an unerschütterlich. Nichts bringt ihn aus der Ruhe, er genießt das Leben in vollen Zügen und ist ein unverbesserlicher Optimist. Nur das Thema Ex-Freundin macht ihm zu schaffen, was er Liv gegenüber aber natürlich tunlichst abstreitet. 

Liv habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Ihr Leben ist nicht einfach, da sie mit ihren 16 Jahren die Ersatz-Mutter für ihre kleine Schwester spielen muss, da ihre Mutter mit dieser Aufgabe überfordert ist. Liv ist das genaue Gegenteil von Anton. Sie plant alles im Detail, ist ernst und verantwortungsvoll. Aber schließlich gelingt es dem ungleichen Paar Gemeinsamkeiten zu entdecken und eine Verbundenheit zu entwickeln, obwohl sie sich nie getroffen haben. 

Die Unterhaltungen waren an vielen Stellen oft sehr lustig und brachten mich zum Lachen. Anton kann man nur als Scherzbold bezeichnen, während Liv ihn wie eine Lehrerin zu erziehen versucht. Die gegenseitigen Sticheleien sind sehr unterhaltsam, machen jedoch irgendwann ernsten Themen Platz. Das Ende traf mich völlig unvorbereitet. Ich war geschockt! Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, dass ... Aber lest selbst! 

Fazit
Ein außergewöhnlicher Chat-Roman mit der richtigen Mischung Humor und Ernst, liebevollen Figuren, die einem ans Herz wachsen, und einer überraschenden, nicht vorhersehbaren Wendung! Ein wahrer Pageturner! 


Kommentare:

  1. Hallo Violetta,

    dieser Roman hat dir ja sehr gut gefallen, deine Rezi liest sich toll. Ich werde dieses Buch mal jemandem empfehlen, der gerne solche Jugendbücher liest.

    Liebe Grüße
    Barbara

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    1. Hallo Barbara,

      danke, der Roman ist wirklich mal etwas anderes!

      Liebe Grüße
      Violetta

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