Rezension: Bis(s) zum letzten Sonnenstrahl

Violetta Leiker | Sonntag, 1. Juli 2018 |

Buchtitel: Bis(s) zum letzten Sonnenstrahl
Autor: Stephenie Meyer
Verlag: Weltbild
Seiten: 203
Format: Softcover
Preis: Nur noch gebraucht erhältlich!




Klappentext
An ihr erstes Leben kann Bree sich kaum erinnern. Was jetzt zählt, sind ihre übermenschlichen Kräfte und der unstillbare Durst nach Blut - denn Bree ist ein Vampir. Und sie hält sich an die Regeln: Sei wachsam, bleib im Hintergrund, kehre immer vor Sonnenaufgang zurück ins Dunkel. Doch dann erfährt Bree, dass ihr neues Leben auf einer Lüge beruht. Dass sie Teil eines Spiels ist, dessen Dimensionen sie nicht mal ahnen kann. Und dass sie niemandem trauen kann. Außer - vielleicht - Diego.

(Quelle: Amazon)

Meine Meinung
Das Leben in einem Vampirzirkel voller Neugeborener ist nicht immer einfach. Bree versucht unsichtbar zu sein, um keine Körperteile zu verlieren oder gar von ihren blutrünstigen Clanmitgliedern getötet zu werden. Alle Vampire haben nur eines im Sinn - Blut. Nur Bree scheint sich zu fragen, warum sie erschaffen wurde. Doch dann trifft sie auf Diego, dem ältesten Verbündeten von Riley, dem Clananführer, demjenigen, der sie vor ein paar Monaten zu ihrer geheimnisvollen Schöpferin brachte. Gemeinsam machen sich Bree und Diego auf die Suche nach Antworten und stoßen auf ein Gewirr aus Lügen, das ihnen allen das Leben kosten könnte ... 

Als großer Fan von Stephenie Meyers Bis(s)-Reihe wurde es langsam an der Zeit, dass ich diesen Zusatzband lese, für den die Autorin wieder einmal die Ich-Perspektive wählte. Dieses Mal erzählt Bree uns ihre Geschichte und führt uns in eine Welt aus Blut, Gewalt, Mord und Lügen. Das Buch ist in keine Kapitel unterteilt und beginnt ein paar Tage vor dem Angriff auf die Cullens (Bis(s) zum Abendrot). 

Die Atmosphäre ist viel düsterer als in der Hauptgeschichte, in der es vorrangig um die Liebe zwischen Bella, einem Meschen, und Edward, einem "zivilisierten" Vampir geht. Der unstillbare Durst, die Jagd nach Menschenblut und das Zusammenleben von knapp zwanzig aggressiven Vampiren steht im Vordergrund. Mittendrin befindet sich Bree, die Tag für Tag ums Überleben kämpft, bis sie schließlich Diego begegnet, der anders zu sein scheint als die anderen. Ihre gemeinsame Suche nach dem Sinn, weshalb sie und die restlichen Clanmitglieder erschaffen wurden, schweißt sie stärker zusammen, als Bree es je für möglich gehalten hätte. Wider Erwarten verlieben sie sich ineinander, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn ein Sturm braut sich zusammen, der nicht nur ihre Liebe bedroht, sondern auch ihre Existenz. 

Bree war mir auf Anhieb sympathisch. Alle ihre Taten und Gedanken waren für mich nachvollziehbar und es bereitete mir großes Vergnügen, in ihre Geschichte einzutauchen. Der flüssige Schreibstil, den ich schon aus den anderen Romanen der Autorin gewöhnt war, und die konstante Spannung ließen mich das Buch nur ungern aus der Hand legen. Auch den schlagfertigen Diego und den geheimnisumwitterten Fred, dem die anderen Vampire aus dem Weg gehen, habe ich sogleich ins Herz schließen können. Auch mit diesem Buch stellt Stephenie Meyer wieder ihre Kreativität unter Beweis. Die Talente oder besonderen Fähigkeiten, mit denen einige Vampire ausgestattet sind, wären mir nicht einmal im Traum eingefallen. 

Wer die Hauptgeschichte kennt, weiß, dass für Bree kein Happy End vorgesehen ist. Trotzdem war es interessant zu lesen, was sich kurz vor ihrem Tod zugetragen hat. Die geheime Kommunikation zwischen ihr und Edward, dem Gedankenleser der Cullens, hätte ich so nie vermutet, weshalb ich bereue, das Buch nicht schon vor Jahren gelesen zu haben. 


Fazit
Ein gelungener, spannungsgeladener Zusatzband, den jeder Bis(s)-Fan unbedingt lesen sollte, da er den Kampf gegen die Cullens in Bis(s) um Abendrot in einem anderen Licht präsentiert. Einige Szenen waren für meinen Geschmack ein wenig zu blutrünstig, wenn auch passend für eine Geschichte über Vampire, sodass sich mir hin und wieder der Magen umdrehte. 


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