Rezension: Conversion - Zwischen Tag und Nacht

Violetta Leiker | Freitag, 8. Juni 2018 |

Buchtitel: Conversion - Zwischen Tag und Nacht
Autor: C. M. Spoerri & Jasmin Romana Welsch
Verlag: Sternensand Verlag
Seiten: 424
Format: Softcover
Preis: 12,95 €





Klappentext
Skya: »Ich bin Skya und lebe auf der Insel Diés. Mein Volk ist äußerst intelligent und wir beten die Göttin Solaris an, die uns tagsüber ihre Gabe leiht. Dann gibt es noch diese gehirnlosen Muskelpakete, die auf der Nachbarsinsel Nox leben und deren Kräfte nachts von ihrem Gott Lunos verstärkt werden ...«
Zero: »Was willst du damit sagen, Prinzessin?«
Skya: »Unterbrich mich nicht. Ich versuche gerade, den Lesern zu erklären, wie unsere Welt funktioniert.«
Zero: »Du meinst wohl eher: unsere beiden Inseln.«
Skya: »Dieser Besserwisser hier ist übrigens Zero, der selbstverliebte Anführer der Nox. Aber immerhin hilft er mir, meine Freundin Mona vor den Diés zu verstecken.«
Zero: »Mhm. Aber nur, weil mein dämlicher Bruder sich mit deiner Freundin eingelassen und sie geschwängert hat!«
Skya: »Wir müssen jetzt zusammenarbeiten und versuchen, die Schwangerschaft vor den Ältesten geheim zu halten. Ansonsten droht uns allen die Todesstrafe – wir dürfen untereinander keinen Kontakt haben. Und schon gar keine Kinder zeugen, weil Mona ... sie wird bei der Geburt wahrscheinlich sterben ...«

(Quelle: Sternensand Verlag)

Meine Meinung
Zwei Inseln. Zwei Götter. Zwei verfeindete Völker. Skya wächst wohlbehütet auf der Insel Dies auf, doch ihr geordnetes Leben findet rasch ein Ende, als sie von der verbotenen Schwangerschaft ihrer Freundin Mona erfährt. Der Vater des ungeborenen Kindes ist ausgerechnet ein Nox. Auf das Verbünden einer Dies mit einem Nox steht nur eines: Der Tod. Skya bleibt nichts anderes übrig, als mit Mona auf die feindliche Insel zu fliehen, um eine Möglichkeit zu finden, Mona vor einer Hinrichtung zu bewahren. Dabei ist sie auf die Hilfe des Nox Zero angewiesen, dem Anführer der Gen B. Nach anfänglicher Abneigung erkennt Skya bald, dass Zero und die Nox nicht der wahre Feind sind und dass im Geheimversteck von Zeros Vater, tief verborgen in einem Berg, ein Geheimnis lauert, dass ihre beiden Welten, ihre beiden Inseln und ihre beiden Leben für immer verändern wird. 

Die Geschichte wird abwechselnd aus Skyas und Zeros Perspektive in der Ich-Form erzählt. Anfangs erfährt der Leser, wie das Leben auf beiden Inseln für die Protagonisten verläuft und welche Regeln existieren. Skyas und Zeros Leben wird auf den Kopf gestellt, nachdem Mona und Zeros Bruder Calem eine Beziehung miteinander eingehen, die eine Schwangerschaft zur Folge hat. Für beide steht fest: Sie müssen ihre Liebsten und das Kind retten, komme, was wolle, auch wenn sie sich die Räte beider Inseln zum Feind machen. 

Auf Anhieb konnte ich mich gut Skya und Zero hineinversetzen. Skya ist eine Kämpfernatur, die die Verantwortung für Monas unüberlegtes Handeln trägt. Sie opfert sich für andere auf, ist schlagfertig und hat immer einen Plan in der Hinterhand. Zero ist das genaue Gegenteil. Er ist arrogant und sehr von sich selbst überzeugt. Als Anführer der Generation B und jüngstes Ratsmitglied scheut er nicht davor, Entscheidungen zu fällen. Er ist impulsiv und scheut sich nicht davor, seine Fäuste einzusetzen. Seine Liebe zu seinem Bruder lässt ihn jedoch all seine Prinzipien über Bord werfen. Er begehrt gegen den Rat von Nox auf und riskiert sein Leben für Calem und Skya, an die er sein Herz verloren hat. 

Die Handlung ist durchweg spannend, da die Figuren weder auf Dies noch Nox sicher sind. Immer wieder stoßen Skya und Zero auf Geheimnisse, die ihnen die Räte vorenthalten. Geheimnisse, die ihre beiden Welten vollkommen auf den Kopf stellen und die Leser neugierig auf den zweiten Band mit dem Untertitel "Unter Göttern und Monstern" macht. 

Das Einzige, das mich gestört hat, war die überhastete Liebesbeziehung zwischen Skya und Zero. Dass die beiden sich nach nur zwei Tagen unsterblich ineinander verlieben, halte ich für unrealistisch. Zero, der Frauenheld, macht eine zu rasche Verwandlung durch, nachdem er Skya begegnet ist. Hier hätten die beiden Autorinnen den Protagonisten ein klein wenig mehr Zeit einräumen können, um sich kennen und lieben zu lernen. 

Fazit
Die durchgehend spannende und gut durchdachte Dystopie glänzt vor allem durch ihre starken Hauptfiguren, die - für mich - neue Idee zweier verfeindeter Inseln und die zahlreichen schockierenden Geheimnisse, auf die die Protagonisten stoßen. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, die hoffentlich ein wenig Licht ins Dunkel bringt. 




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