Rezension: Lemon Summer

Violetta | Mittwoch, 11. April 2018 |

Buchtitel: Lemon Summer
Autor: Kody Keplinger
Verlag: cbt
Seiten: 352
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 €






Klappentext
Seit ihre Eltern geschieden sind, verbringt Whitley die Sommerferien bei ihrem Dad. Doch was für sie sonst die beste Zeit des Jahres war, entpuppt sich diesmal als reinster Albtraum. Denn ihr Dad – Überraschung! – hat eine neue Verlobte. Und die hat einen Sohn. Der sich ausgerechnet als Whitleys One-Night-Stand entpuppt. Weil Gefühle aber so gar nicht ihr Ding sind, lenkt Whitley sich ab: Party bis zum Umfallen. Dabei übersieht sie fast die guten Dinge direkt vor ihrer Nase. Wie den Jungen, dem wirklich etwas an ihr liegt ...

(Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung
Seit der Scheidung von Whitleys Eltern ertränkt sie ihre Sorgen in Alkohol und Partys, was ihr schnell einen schlechten Ruf eingebracht hat. Jedes Jahr freut sie sich riesig auf die Sommerferien, die sie mit ihrem berühmten Moderatorenvater verbringt. Sonnenbaden, grillen, Tequila. So stellt sie sich ihren Traumsommer vor, bis sie erfährt, dass das in diesem Jahr ganz anders laufen wird. Ihr Vater hat sich nämlich verlobt und lebt nun mit seiner Auserwählten und deren zwei Kindern in einem spießigen Ort, in dem es keinerlei Ablenkungen gibt. Zu allem Übel handelt es sich bei ihrem zukünftigen Stiefbruder um Nathan, den Jungen, mit dem sie in der Nacht des Abschlussballs im Bett gelandet ist. Ob das gut ausgehen kann?

Whitley erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive, sodass der Leser hautnah am Geschehen ist. Anfangs ist sie sehr zynisch und unsympathisch, das legt sich jedoch mit jeder Seite, in der man erfährt, welche Gründe hinter ihrer Unfreundlichkeit, ihrem übermäßigen Alkoholkonsum und ihrer Leichtfertigkeit im Umgang mit Jungs stecken. 

Die Nebenfiguren waren alle authentisch gezeichnet. Besonders Nathan, seine 13-jährige Schwester Bailey und Whitleys modebewusster Freund Harrison sind mir beim Lesen ans Herz gewachsen. Sie sind genau die richtigen Menschen, um Whitleys verletztes Herz zu reparieren. 

Im Vordergrund der Geschichte steht nicht die Romanze zwischen Whitley und Nathan, sondern es geht vielmehr um Whitleys Beziehung zu ihren geschiedenen Eltern, um den Schaden den unausgesprochene Worte anrichten können und um die Folgen von Gerüchten, die sich in einer Kleinstadt rasch verbreiten und zu Cybermobbing führen können, wie es in dieser Geschichte der Fall ist. 

Die Entwicklung einer ruppigen Whitley in eine liebevolle war ein großer Schritt für die Protagonistin. Die Autorin hat es aber sehr realistisch umgesetzt, sodass ich keinen Zweifel an Whitleys Glaubwürdigkeit hatte. Die Liebesgeschichte fand ich süß und stellenweise aufregend. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten. 

Fazit
"Lemon Summer" ist eine niedliche Geschichte passend zur heißen Jahreszeit. Die Figuren sind authentisch gezeichnet, die Handlung interessant zu verfolgen und die Entwicklung der Protagonistin sowie die der Liebesgeschichte realistisch und nachvollziehbar. Eine nette Geschichte für zwischendurch. 



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