Rezension: Splitterlicht

Violetta | Mittwoch, 7. März 2018 |

Buchtitel: Splitterlicht
Autor: Megan Miranda
Verlag: Ravensburger
Seiten: 320
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 €





Klappentext
Elf Minuten ist Delaney unter dem Eis, bevor ihr bester Freund Decker sie aus dem eiskalten See herausziehen kann - und nach allem, was die Ärzte sagen, sollte sie eigentlich tot sein. Aber nach einer Woche im Koma erwacht Delaney - ohne bleibende Schäden. Und trotzdem ist nichts, wie es vorher war. Nach und nach zeigen sich Risse in Delaneys Alltag und ihrer Wahrnehmung. Unausgesprochene Gefühle zwischen ihr und Decker belasten Delaney zusätzlich, und sie fühlt sich plötzlich zu dem mysteriösen Troy Varga hingezogen, der nach einer Nahtoderfahrung dieselbe schreckliche Fähigkeit wie sie zu besitzen scheint: Beide spüren den bevorstehenden Tod anderer Menschen.

(Quelle: Thalia)

Meine Meinung
Das Leben von der siebzehnjährigen Delaney ändert sich grundlegend, als sie nach elf Minuten unter einer dicken Eisdecke von ihrem Freund Decker gerettet wird. Sie erwacht im Krankenhaus, und obwohl ihr Gehirn nun von der Norm abweicht, geht es ihr prima. Nur hin und wieder spürt sie ein unerträgliches Ziehen am ganzen Körper, das sie jedes Mal an einen Ort ziehen: Zu einem Menschen, der in Kürze sterben wird. Doch nicht nur diese unheimliche neue Fähigkeit macht Delaney zu schaffen. Alle behandeln sie wie ein rohes Ei, ihre Freunde meiden sie, die Beziehung zu Decker ist angespannt, ihre Eltern halten sie für verrückt. Dann taucht Troy Varga auf, der nach einer Nahtoderfahrung dieselbe Fähigkeit hat wie sie. Bei Troy fühlt sie sich sicher, er versteht sie wie kein anderer. Aber ist er wirklich der, der er vorgibt zu sein? 

Die Autorin wählte für diese Geschichte die Ich-Perspektive. Dadurch erlebt der Leser hautnah mit, wie Delaney vom Leben in den Tod und wieder zurück ins Leben findet. Die Handlung beginnt mit Delaneys Beinahe-Tod, was sogleich für Spannung sorgt. Der Autorin gelingt es wunderbar, diese Spannung konstant zu halten. Zwischenzeitlich nahm der Roman Ähnlichkeit mit einem Thriller auf, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, da ich das Buch bei diesen Szenen gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. 

Ich mochte Delaney von Anfang an und konnte mich leicht in sie hineinversetzen. Ihre Taten, ihre Gedanken und ihre Gefühle waren für mich immer nachvollziehbar. Außerdem war ich sehr von ihren tiefgründigen Gedanken und den teilweise sarkastischen Bemerkungen angetan. Aber es gab auch Zeiten, da tat sie mir schrecklich leid. Ihr Leben ist dermaßen aus den Fugen geraten, dass sie sich nicht sicher ist, ob sie wirklich noch am Leben ist. 

Auch die Nebenfiguren waren alle authentisch und sympathisch, zumindest bis zu einem bestimmten Punkt. Decker mochte ich besonders. Und obwohl Delaney und er ihre Differenzen haben, spürt man, wie sehr er sie liebt. Troy Varga hingegen ist ein undurchsichtiger Charakter, der nicht leicht einzuschätzen ist. Mit der Auflösung am Ende hätte ich nie und nimmer gerechnet und wurde vollkommen überrascht. 

Fazit
Der spannende, tiefgründige Roman, der sich mit dem Tod und dem Wert des Lebens auseinandersetzt, glänzt durch eine bemerkenswerte Hauptfigur, in die man sich mit Leichtigkeit hineinversetzen kann, und durch die Frage, wer über den Tod eines anderen Menschen entscheiden darf. Empfehlenswert! 




Kommentare:

  1. Hallo liebe Violetta,

    von diesem Buch habe ich vor einiger Zeit mal eine Leseprobe erwischt, die ich gar nicht mal so schlecht fand, auch wenn mich das Buch vorher nicht wirklich gereizt hat. Aber deine positive Rezension stimmt mich jetzt erst recht neuierig, sodass ich es mal im Auge behalten werde. ^^

    Liebe Grüße :)

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    1. Hallo liebe Dana,

      ich bin auch aufgrund einer Leseprobe, die ich vor ein paar Jahren im Wartezimmer beim Arzt gelesen habe, auf das Buch gestoßen. Ich hatte es dann leider wieder aus den Augen verloren, bis ich es bei Arvelle zufällig entdeckt und spontan gekauft habe. Das Buch hält, was es verspricht. Meine Erwartungen wurden erfüllt. Deine hoffentlich auch :)

      Liebe Grüße
      Violetta

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  2. Das habe ich sogar auf meiner Wunschliste, ich glaube, das rutscht spontan mal ein paar Plätze nach vorne =)

    Liebste Grüße
    Vivka

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    1. Hallo Vivka,

      es lohnt sich! Das ist eines dieser Bücher, die man in wenigen Stunden verschlingen kann. Mir hat es echt gut gefallen. Da die Handlung sehr einfach gestrickt ist, hat es nicht die volle Punktzahl bekommen, trotzdem hatte ich sehr schöne Stunden mit Delaney, Decker und Troy.

      Liebe Grüße
      Violetta

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