Rezension: Animox - Das Heulen der Wölfe

Violetta Leiker | Mittwoch, 18. Oktober 2017 |

Buchtitel: Animox - Das Heulen der Wölfe
Autor: Aimée Carter
Verlag: Oetinger
Seiten: 384
Format: Hardcover
Preis: 14,99 €





Klappentext
Krieg der Tierwandler: Als Ratten seine Mutter entführen und sein Onkel sich in einen Wolf verwandelt, wird dem 12-jährigen Simon klar: Seine Familie zählt zu den sogenannten Animox – Menschen, die sich in mächtige Tiere verwandeln können. Und schon steckt er mitten im erbitterten Krieg der fünf Königreiche der Animox. Ob Simon ein Nachfahre des „Beast King“ ist, der sich in alle fünf Tierarten verwandeln kann?

(Quelle: Oetinger)

Meine Meinung
Aimée Carter wählte für den Auftakt ihrer Kinderbuchtrilogie den personalen Erzählstil aus Sicht des zwölfjährigen Simon Thorne, der von seinem Onkel Darryl großgezogen wurde. Seine Mutter sieht er nur ein paar Mal im Jahr, da sie beruflich viel unterwegs ist. Simon ist einsam, sein einziger Freund ist eine Maus namens Felix. Seine Mitschüler hänseln ihn, da sie ihn beim Sprechen mit Tieren erwischt haben. Eines Tages erscheint seine Mutter plötzlich in der Wohnung, in der er mit seinem Onkel lebt, und die Wahrheit kommt langsam ans Licht. Denn Simon ist kein gewöhnlicher Mensch. Er ist ein Animox, ein Gestaltwandler, doch ist er auch das Erbe des berüchtigten Bestienkönigs? Als seine Mutter von einer Rattenarmee entführt wird, macht sich Simon auf die Suche nach ihr und landet ausgerechnet im geheimen Lager der Alpha, wo er überraschenderweise Freunde fürs Leben findet - und den Greifstab, ein legendäres Relikt, der dem Halter besondere Kräfte verleiht, noch dazu. Doch die Alpha ist nicht die Einzige, die den mächtigen Stab in ihre Hände bekommen will. 

Wegen Aimée Carters lockerem Schreibstil fand ich sofort Zugang in die Geschichte und konnte mich augenblicklich in Simon hineinversetzen, der mir aufgrund seiner Einsamkeit und der Tatsache, dass er sich für verrückt hält, leid getan hat. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, denn alle möglichen Tiere sprechen mit Simon und besonders die nicht sehr klugen Tauben brachten mich des Öfteren zum Schmunzeln. 

Die Welt der Animox ist faszinierend. Es gibt fünf verschiedene Reiche, die nach Tiergattungen gegliedert, diese wiederum haben stets einen Anführer. Simon gerät genau zwischen die Fronten zweier mächtiger Anführer und deckt Familiengeheimnisse auf, die sein Leben für immer verändern. 

Alle Charaktere, z B. sein fürsorglicher Onkel Darryl, der Außenseiter Jam, mit dem sich Simon schnell anfreundet, die Gift sprühende Winter oder die toughe Ariana, sind keinesfalls stereotypisch. Sie haben haben markante Charakterstärken und -schwächen und besondere Fähigkeiten, mit denen sie Simon zur Seite stehen. 

Kein Kapitel, keine Szene, kein Satz war langweilig. Ich wollte immer weiterlesen und kann es jetzt kaum erwarten, mir alle drei Bände zu kaufen und zu erfahren, wie es mit Simon und seinen Freunden weitergeht. Eine Reihe, die ich auf jeden Fall meinem Sohn vorlesen werde, sobald er alt genug ist. 

Fazit
Spannend, spannender, Animox! Das Kinderbuch zählt zu den besten, die ich je gelesen habe. Spannende, geheimnisvolle Handlung zum Miträtseln, witzige Charaktere, eine Hauptfigur, die man einfach ins Herz schließen muss, und spritzige Dialoge. Eine Geschichte für Jung und Alt gleichermaßen. Seit Harry Potter konnte mich keine Kinderbuchreihe mehr so begeistern - bis jetzt! 


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