Rezension: Das Blut des Dämons

Violetta Leiker | Donnerstag, 14. September 2017 |

Buchtitel: Das Blut des Dämons
Autor: Lynn Raven
Verlag: cbt
Seiten: 448
Format: Taschenbuch
Preis: 8,99 €





Klappentext
Das Glück von Dawn und Julien scheint nur von kurzer Dauer: Dawn schwebt in Lebensgefahr, ihr Körper versagt langsam, aber unaufhaltsam. Allein Juliens Blut hält sie noch bei Kräften. In seiner Verzweiflung weigert der sich, das Unausweichliche hinzunehmen, und will Dawn mithilfe der mystischen Kräfte seiner Vorfahren retten. Dafür bricht Julien ein ehernes Gesetz der Welt der Lamia – ein Verbrechen, für das es nur ein Urteil gibt: den Tod ...


Meine Meinung
Nachdem mich der zweite Band der Trilogie etwas enttäuscht zurückgelassen hat, bin ich mit geringen Erwartungen an den finalen Band herangegangen - und wurde positiv überrascht! Der letzte Teil ist an dramatischen Wendungen, Spannung und Herzklopfmomenten kaum zu überbieten. 

Dawn stirbt, nachdem ihr Onkel Samuel ihre Verwandlung zur Princessa Strigoja erzwingen wollte. Ihr Körper versagt, jeder Schritt, jeder Atemzug ist eine Qual. Sie lässt sich nichts anmerken, aber Julien kennt sie zu gut. Um sie zu retten, riskiert er alles, auch sein Leben, in dem den Lamia etwas stiehlt, für dessen Schutz er eigentlich verantwortlich ist. Doch wird das uralte Artefakt Dawns Leben retten oder ihren Tod beschleunigen? Und dann ist da noch Gerard, Juliens Todfeind, der Dawn unter allen Umständen in seine Finger kriegen will. 

Das Buch ist - wie die Vorgänger - aus Dawns Sicht in der Ich-Perspektive verfasst. Ab und zu werden diese von Szenen aus Juliens Perspektive unterbrochen. Der Schreibstil ist wie immer grandios. Poetisch und fesselnd, wie ich es von Lynn Raven gewöhnt bin. 

Doch nicht nur der flüssige Schreibstil ließ mich das Buch nur ungern aus der Hand legen, die Handlung ist durchweg spannend. Von Anfang bis Ende habe ich mit Dawn gelitten, konnte mit jeder Faser meines Körpers ihre Liebe zu Julien und seine Liebe zu ihr spüren. Ihre Verzweiflung, der Wunsch zu leben, hat die Autorin mich durch die Seiten hinweg spüren lassen. 

Das Beste an diesem Band jedoch waren die vielen überraschenden Wendungen, die ich nicht kommen gesehen habe. Wendungen, die so dramatisch sind, dass ich während des Lesens fieberhaft - und an den Nägeln kauend - überlegt habe, wie die Autorin die Situationen wieder auflösen will. Ich konnte mir bis fast zum Schluss kein Happy End ausmalen. Dieses ließ mich jedoch das Buch am Ende mit einem Glücksgefühl zuklappen, nachdem ein fulminanter Showdown mir den Atem geraubt hat. 

Fazit
Grandioses Ende einer spannenden, fantastischen Trilogie über die Wesen der Nacht, das mich mehrfach überrascht, mir Kopfzerbrechen und Herzklopfen beschert hat. Der Showdown ist an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten, sodass sich beim Lesen nicht nur meine Brust schmerzhaft zusammengezogen hat, sondern auch ein paar Tränen nicht unterdrücken ließen.

Da ich dem ersten Band vier, dem zweiten Teil nur drei Traumfänger vergeben und mich das Finale komplett überzeugen konnte, kann ich diese etwas andere Vampirgeschichte wärmstens allen empfehlen, die die Nase noch nicht voll von Blutsaugern haben. 

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