Mini-Mittwoch - Selbst ein Buch schreiben?

Violetta Leiker | Donnerstag, 13. Juli 2017 |

Der Mini-Mittwoch ist eine Blogaktion, die von sechs Bloggerinnen gegründet wurde: 


Büchergeflüster

Jeden Mittwoch wird ein kleiner Beitrag zu verschiedenen Themen geteilt. Das heutige Thema lautet: 

Würde ich selber ein Buch schreiben? 

Und ob ich das würde! Besser gesagt, ich bin gerade dabei, mein erstes Buch zu schreiben, das ich nach Vollendung mehreren Verlagen anbieten möchte. Es handelt sich hierbei um ein realistisches Jugendbuch, das vor allem die Themen Liebe, Vorurteile, Mobbing und den Konflikt zwischen Arm und Reich behandeln wird. 

Erst mit 22 Jahren, also vor gut vier Jahren, habe ich mit dem Schreiben begonnen. In meiner Schulzeit habe ich vorübergehend Tagebuch geführt, aber weil mir im Nachhinein das Geschriebene peinlich war, ließ ich es irgendwann bleiben. Ein paar Mal - ich muss 14 oder 15 Jahre alt gewesen sein - setzte ich mich aus einem plötzlichen Impuls heraus an den Schreibtisch und schrieb den Anfang eines Fantasy-Romans. Da ich mir jedoch nicht überlegt hatte, wie die Geschichte weitergehen sollte, landeten diese Versuche schließlich im Müll. Ich redete mir ein, dass Schriftsteller keine gewöhnlichen Menschen sein könnten, dass alle Geschichten bereits geschrieben worden seien. Ich fragte mich, woher diese kreativen Menschen ihre Ideen nahmen. Mir war bis dato nicht bewusst, dass nicht nur eine gewisse Begabung und Fantasie maßgebend für das Schreiben von Büchern sind. Viel wichtiger ist der Wille, ein Buch zu schreiben, die Freude daran, eine eigene Welt und Figuren zu erschaffen, großes Durchhaltevermögen und ein gewisses Maß an Selbstdisziplin. Ergo: Jeder kann Schriftsteller werden! Schließlich kann auch jeder Mensch Pilot oder Arzt werden, solange er sein Bestes gibt. 

Meine Mutter war diejenige, die mich auf die Idee brachte, mit einem Fernstudium zu beginnen. Ich entschloss mich, das kreative Schreiben zu erlernen. In dem Moment, in dem ich diese Entscheidung fällte, wusste ich, dass das Schreiben kein Hobby mehr für mich war - es wurde zu meiner Berufung. Ich kann mir seitdem nicht vorstellen, jemals mit dem Schreiben aufzuhören. Es ist ein Teil von mir geworden. Vielleicht gehörte es schon immer zu mir, ohne dass mir dies bewusst war. 

Ich liebe das Lesen, ohne Frage. Irgendwann jedoch begann ich, fremde Stimmen in meinem Kopf zu hören. Nein, ich wurde nicht verrückt! Die Stimmen gehörten Figuren, die mein Unterbewusstsein erschaffen hatte. Ihre Geschichten offenbarten sich mir nach und nach in meinen Träumen und lassen mir seitdem keine Ruhe. Ich will nicht nur schreiben - ich muss es tun. Bücher zu schreiben ist meine Bestimmung. Mein Traum. Mein Lebensziel. 

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