Bookish Sunday #31

Violetta Leiker | Dienstag, 21. Februar 2017 |

Ines von "The Call of Freedom & Love" hat eine Aktion ins Leben gerufen, bei der an jedem Sonntag eine Frage (an jedem fünften Sonntag gibt es zwei Fragen) zu folgenden Themen gestellt wird: Bloggen, Lesegewohnheiten, Bücher, Cover, Autoren, etc. Die aktuelle Frage lauten: 


Welcher klischeehafter Handlungsstrang nervt dich in Büchern am meisten?

Es gibt sicher einige Klischees, die mir in zahlreichen Büchern über den Weg gelaufen sind: Der gut aussehende Bad Boy mit tragischer Vergangenheit, die zickige Rivalin, die nichts als ihre Fingernägel oder ihre Schuhe im Kopf hat, oder die berüchtigten Dreiecksbeziehungen, die schon manch einen Leser in den Wahnsinn getrieben haben. Ich muss zugeben, dass ich Geschichten über Bad Boys, die von der Protagonistin auf die Seite des Lichts gezogen werden, toll finde, ebenso wie Dreiecksbeziehungen. Ich finde es spannend zu verfolgen, wenn die Heldin des Romans mit ihren Gefühlen für zwei Jungen zu kämpfen hat, bevor sie sich für den Richtigen entscheidet.

Das einzige Klischee, das mich wirklich stört und das einem in fast jedem Jugendbuch begegnet, ist das schüchterne Mauerblümchen, das so von Selbstzweifeln zerfressen ist, dass es nicht einmal bemerkt, wie attraktiv und beliebt es beim männlichen Geschlecht ist (Bella, aus den Twilight-Romanen ist da ein gutes Beispiel). Woher kommen nur immer diese Selbstzweifel? Kaum jemals hat die Protagonistin schlechte Erfahrungen in der Kindheit gemacht (z. B. Mobbing), sondern hält sich ohne jeden Grund für minderwertig. Da frage ich mich: Haben diese Mädchen keinen Spiegel zu Hause? Bemerken sie wirklich die feindseligen Blicke ihrer Mitschülerinnen und die bewundernden ihrer Mitschüler nicht? Schönheitsmakel oder nachvollziehbare psychische Ursachen sollten das mangelnde Selbstbewusstsein rechtfertigen, um die Glaubwürdigkeit der Figur herzustellen.  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen